Frühlingserwachen…

Natürlich kommt das Erwachen nicht in den touristischen Winterlandschaften an.
Die dürfen sich demnächst erst einmal gründlich ausruhen…

Aber bei uns…da kann man schon davon sprechen, wenn sich so vollends eingeschlafene Gefühlswelten regen, die nach Unternehmungen lechzen. Die endlich einmal der eigenen Bude den Rücken zu kehren wollen.

Erst wird zögerlich im Garten, in den eigenen Ecken, im Dorf ausbaldowert…

Sonnenstrahlen tanken… Hauptsache: draußen, draußen, draußen…
Die Ersten schreien schon nach Holzkohle zum Angrillen…der Gastronom mit Außenplätzen freut sich gewaltig…

Wenn man dann die ersten vorsichtigen Aktivitäten im Garten aufgenommen hat, klar Schiff gemacht hat sozusagen, dann möchten viele von uns wieder andere Winkel der Stadt, der Region und des Landes erkunden.

Die große Reiselust beginnt.

Das Versprechen allerorts, einen sensationellen Mehrwert für sein Geld zu erhalten.

Na, und in vielen Fällen wurde fleißig investiert. In die Hardware selbstverständlich…

Schade nur, wenn Entscheidungen in der Sturm und Drang ‚Jahreszeit‘ nun so einen bitteren Nachgeschmack erzeugen.
Nämlich in jenem Augenblick, in welchen man sich in offene Gastgeberarme springen sah, nachdem man über ein Blumenteppich die Rezeption erreichte, wo schon das kühle Lieblingsgetränk wartete, das selbstverständlich von einer bildhübschen Dame überreicht wurde, die einen namentlich ‚Willkommen heißt‘, um einen unvergesslich schönen Aufenthalt zu wünschen…

…Aufwachen…

Eine Schlage an der Rezeption…angespannte Gesichter…Telefongebimmel, Floskeln soweit das Trommelfell aufzunehmen vermag…
und das Schlimmste…die Mitarbeiter geben, was sie können.
Ach ja, den Blumenteppich haben sie auch vergessen. Sei es drum…aber den Namen, na okay. Waren halt zu viele Gäste…
Umarmung brauchte man jetzt auch nicht. Der Herr sah schon ziemlich gar aus…aber so ein bisschen herzliches Aufnehmen… ein bisschen Wärme von draußen hier rein…in die Gastgeberseele.

Zu dumm, dass sich das Bild des ‚bemühten‘ Personals an vielen Stellen der Gastronomie und Hotellerie wiederfindet. Und da hören wir schon, die Rufe nach Verantwortlichen.

‚Weshalb hat mir wer aus welchem Grund meine wertvolle Freizeit nicht mit dem versprochenen Mehrwert beschert?‘

Vielleicht hat ja das begehrte Personal gefehlt…das mit der Seele und mit der Qualifikation…woher nehmen, wenn nicht stehlen…upps…

Nein…wir nicht, noch nicht…

Wir ‚handeln nicht mit heißer Ware‘. Wir begleiten unsere Gastgeber über Jahre, damit die erwachte Reiselust nicht durch einen gefühlten Eimer kalten Wassers an der Rezeption zu einem jähen Ende führt.

© Daniela Salzberg

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Tristes Wetter, kalte Füße, gemütliches Büro

Wer kennt es nicht:

Man schaut nach draußen und es nieselt, ist windig und lädt nicht gerade zum Rausgehen ein. Das Problem ist allerdings, dass rund 38,9 Millionen Erwerbstätige trotz des miesen, fiesen Wetters raus müssen.

Die Arbeit ruft.

Also bewaffnet man sich mit dem schicken, wasser- und winddichten, leuchtend gelben Ölzeug, Regenschirm und Gummistiefeln… schön wärs! J

Nein, weit gefehlt. Es werden schicke Sachen (meist unpassend dünn) mit absolut ungeeigneten Schuhen (meistens wir Frauen) angezogen, der Regenschirm bei Fuß und ab geht’s ins usselige Herbstwetter. Wohingegen unsere Lieblinge die Hunde sich einfach weigern, einen Fuß ins kalte Nass zu setzen, ziehen wir mit eingezogenem Kopf ab zur Arbeit.

 

Gut, dass es meistens noch dunkel draußen ist, wenn wir losziehen
bei unseren Gesichtern würde wahrscheinlich jede Zitrone neidisch werden
so sauer gucken wir aus der Wäsche.

 

 

Sind wir jedoch erstmal angekommen an dem Platz, wo wir mehr Zeit verbringen als zu Hause, schütteln wir uns, Jacke aus, Regenschirm in die Ecke („Doofes Ding! Wenn ich dich brauche, klappst du unter dem Wind weg und ich werde trotzdem nass!“) und ab an die Arbeit! Viele von uns haben einen warmen Tee oder einen Kaffee auf dem Tisch stehen, sitzen in wohliger Wärme mit ihrer zweiten (Arbeits-)Familie zusammen und fühlen sich direkt pudel wohl.

„Arme Leute, die bei dem Sauwetter draußen sind“, denken wir. Aber dabei vergessen (oder ignorieren?) wir die Tatsache, dass man selbst ja auch nochmal nach draußen muss. Man möchte ja schließlich auch mal nach Hause – auch wenn es gerade soooooo schön warm drinnen ist.

Nun ja. Wie gesagt, vorerst sind wir mit der aktuellen Situation zufrieden. Wir arbeiten, uns ist warm – kurz gesagt: alles ist gut!

Doch irgendwann schlägts 13 (oder 14, 15, 16 oder 17 Uhr) und man schaut erwartungsvoll durchs Fenster: Komme ich gleich trocken zum Auto bzw. nach Hause? Kurzer Blick, banges Hoffen, Daumen drücken…..
Es REGNET – was ein Wunder!

Und wieder die gleiche Prozedur von vorn, wie heute Morgen: Ölzeug an (ha ha!), Regenschirm („Blödes Ding!“) unter den Arm und ab nach Draußen.

Geht es Euch auch so?
Ihr geht zur Arbeit und denkt euch „Das Wetter ist mir egal, bin gleich eh auf der Arbeit.“ Sitzt wohlig warm und gut genährt bei der Arbeit… Aber dann ….wenn Ihr nach draußen müsst … grrr….

Also ich kann dann schon echt ungemütlich werden (Ja, meine Laune passt sich ebenfalls dem Wetter an) – WIESO MUSS ES AUSGERECHNET JETZT REGNEN???

 

Wieder den Kopf eingezogen und wacker nach Hause.

Unterwegs den Kampf mit dem Regenschirm („Verfluchtes Ding! Jetzt hab ich aber die Faxen dicke!“) der einen dann warm hält,
die Heizungsluft, die einem zu Hause entgegenkommt,
die fallenden Blätter,
der frühe Abend,
der klopfende Regen an den Fenstern….

ACH, was ist der Herbst eine schöne Jahreszeit! 🙂

 

 

In diesem Sinne:
Wir wünschen Euch eine angenehme Herbstzeit. Genießt sie, denn bald kommt der Winter *ärger*

Viele Grüße
Euer Team von der Unternehmensberatung Ralf Müller

P.S.: An alle, die derzeit draußen arbeiten müssen: Wärmende Grüße und freut Euch auf Euer warmes zu Hause.

 

© Vanessa Dinkels

Quellen:
www.fotocommunity.de, www.fotosearch.de , www.panoramio.com

Wenn mal wieder nichts klappt

Ihr kennt sie bestimmt auch… diese Tage, an denen man mit beiden Füßen falsch aufgestanden zu sein scheint (rechts nach links, links nach rechts – komische Vorstellung).

Früh am Morgen, wenn selbst die Vögel noch schlafen, sprintet man gut gelaunt, top motiviert und voller Tatendrang zur Firma. Man schließt die Tür mit einem riesen Lächeln im Gesicht auf, eine gut gelaunte Kollegin strahlt einem entgegen. Doch ….

… schwarze Wolken ziehen auf.

Der Wind hat sich schnell gedreht und man merkt: „Oh oh, das wird ein Tag!“ Es funktioniert nichts, wie es soll.

Der PC ist anscheinend in Winterschlaf gefallen (im August?! Hmmm…) und öffnet im Schneckentempo die benötigten Dateien. Der Kommentar der (noch) gut gelaunten Kollegin: „Hey, da bin ich ja mit Zettel, Stift und Rechenschieber noch schneller!“ 🙂

Trotz dieses kleinen Steins im Weg zum erfolgreichen Tag nimmt man sich bestes vor. Nach einiger Zeit hat die Schlafmütze von PC alle Dateien geöffnet (*Jubel*) und man kann starten. Es sind viele Arbeitssuchende im Internet zu finden, die man im Verlauf einer Akquise anschreibt. Blöd ist nur, dass sich die ganze Welt (außer dem Chef und zwei trostlosen Gestalten) im Urlaub zu befinden scheint. Mein Gott – so viele Mailbox-Texte hat man noch nie im Leben gehört.

Naja gut. Von 139,5 % Motivation sind 30 % durch den noch schlafenden Rechner und 45,6 % durch den ausbleibenden Erfolg der Akquise im Stimmungsbarometer abgezogen worden. Okay, bleiben noch 63,9 % für den restlichen Tag – Machbar.

Wow, plötzlich ein kleines Licht am Horizont: Bewerbungen treffen ein J Da man sich über jede Bewerbung freut, weckt man schnell den schlafenden PC und seinen Freund, den Drucker. Doch was ist das? Papierstau…? Keine Tinte….? KEINE LUST…?

Der nächste, etwas größere Stein. Minus 15,7 % auf dem Stimmungs- und Motivationsbarometer. Gut, aber Mensch weiß ja, wie er den trotzigen, morgenmuffeligen PC samt Freund Drucker austricksen kann. Kurz ne Mail zur Kollegin geschickt und schon klappts. Hmmm… vielleicht hätte ich den PC nicht so unsanft wecken sollen …. *Schulter zuck* egal!!!

Nach stundenlangem, schweißtreibenden und konzentriertem Arbeiten hat man den bisher etwas steinigen Weg fast vergessen, da zieht das nächste Unwetter auf: Die benötigten Programme geben den Geist auf oder wollen nach angewandter Reparatur erstrecht nicht mehr funktionieren.

Grummel! Minus 37,9 % …. Langsam wird es eng mit der Stimmung und der Motivation.

Die letzten 10,6 % gehen durch zwischenzeitliches Aufregen über oben genannte Wolken (oder auch Steine) drauf…

Dann schreibt der Chef eine Mail und man ist wieder bei 100 % ( 🙂 )….

Am Ende des Bürotages geht man mit – 0,6 % Motivation aus dem Büro, schließt die Tür zu und beobachtet die schwarzen Wolken nachdenklich: „Das war mal wieder ein Tag, an dem nix geklappt hat!“

Doch wenn man morgens ins Büro kommt, ist alles wieder wie am Tag zuvor …. hoffentlich jedoch nicht mit so viel Haare raufen verbunden …

In diesem Sinne zitiere ich einen gemütlichen, relaxten und weisen Mann:

„DONT WORRY, BE HAPPY!“ !

© by Vanessa Dinkels

Quellen: http://www.eurapon.de/newsbilder/Haare_raufen_231231.jpg, http://api.tunewiki.com/smp/v2/getAlbumArtImg?artist=Bob+Marley&title=DON%27T+WORRY%2C+BE+HAPPY&size=medium&udi=true&apiKey=858fc21cac4b0c6ea8ab8134f09134a9&apiPass=1f1966d528538d8f1cd86272b8716acc

Wenn Personal fehlt…

Im Sommer gönne ich mir gerne, zusammen mit meiner Freundin ein Eis, in einem kleinen gemütlichen Eiscafé am Stadtrand. Der Grund dafür ist der hervorragende Service. So etwas spricht sich natürlich rum und so kommt es, dass es im Sommer zu jeder Zeit immer sehr voll ist. Möchte man einen sonnigen Platz auf der Terrasse, sollte man vorher reservieren!

Die beiden einzigen Kellner arbeiten mit Leidenschaft unter dem Motto „Der Kunde ist König“. Sei es beim Bestellen, beim Servieren oder bei der Ausstellung der Rechnung. Lange Wartezeiten kennen die Kunden nicht und auch während der doch etwas stressigen Hochsaison schaffen sie es jedem Gast ein paar nette Worte zu sagen und dafür zu sorgen, dass wir uns alle wohl fühlen.

In der Hochsaison ist einer der beiden Kellner krankheitsbedingt für einige Zeit ausgefallen, sodass der Chef höchstpersönlich einspringen musste. Diese Situation war nicht nur für den Chef und den anderen Mitarbeiter eine Umstellung – auch wir Gäste (Nein, wir haben uns obwohl der süße Italiener nicht da war, die Kalorienbombe nicht entgehen lassen), bekamen die Veränderungen deutlich zu spüren. Der Chef war gestresst, der Kellner angespannt, das Wechselgeld war nicht ausreichend vorhanden und Bestellungen kamen durcheinander, sodass die meisten ihr Eis erst bekamen als die Hälfte schon geschmolzen war.

Zumindest hatten wir deutlich öfter die Gelegenheit einen sonnigen Platz zu bekommen (auch ohne Reservierung), waren wir doch froh als der 2. Kellner wieder da war und sich alles wieder einspielte. Ohne den anderen Mitarbeiter war das Eiscafé aufgeschmissen.

Der Erfolg eines Unternehmens steigt und fällt mit den Mitarbeitern. Sie gehören neben verschiedenen anderen Faktoren die ein Unternehmen ausmachen, zu dem wichtigsten Kapital!

Giulia und Gabi

ICE AGE als Reality-Show!

Dauerfrost über Europa – und jetzt auch noch Schnee!

 

Wir schauen aus dem Fenster und es scheint die Sonne. „Oh“ denken wir, „ein schöner Wintertag. Dann wollen wir doch gleich mal einkaufen gehen, wenn es schon nicht regnet bzw. schneit.“ Mütze auf, Handschuhe an, Schal um und die dicke Jacke an. Man ist gewappnet für das allmorgendliche Kratzen der Windschutzscheibe.

 

Doch – was ist das?

 

Man muss nicht kratzen aber der eisige Hammer von Thor, dem nordischen Gott der Seefahrer und des Wetters haut einem mit voller Wucht ins Gesicht. Im schönen Münsterland herrschen Temperaturen von bis zu – 15° C und in Dresden und dem größten Teil Sachsens sogar bis – 28° C.

 

Wir wollen uns ja nicht beschweren, dass es kalt ist, aber wir schauen aus dem Fenster und sehen das Mammut Manni, Säbelzahntiger Diego und das Faultier Sid durch die Gegend laufen. Ice Age ist da!

 

Im Haus bzw. im Büro ist es muckelig warm und die Körpertemperatur hat bei Heizungsstufe 10 ( 🙂 ) endlich wieder Normaltemperatur angenommen. Aber das Problem ist, dass man nicht so einfach zu Hause im wahrsten Sinne des Wortes „überwintern“ kann. Dann muss man zur Arbeit oder Einkaufen oder einem fällt einfach nur die Decke auf den Kopf. Es läuft wieder die übliche Prozedur ab: Mütze auf, Handschuhe an, Schal um und die dicke Jacke an. Die Tür geht auf und wieder ringen Thor und seine eisigen Winde mit den Tränendrüsen des leidtragenden Menschen.

 

Was kann man tun?

 

Alternativen zu roten Nasen, trockenen Lippen und eingefrorenen Tränen:

  1. Skibrille, Nasenwärmer und Schal vor den Mund
  2. Kopfhauben vom Kart-Fahren mit Brille auf (Vorsicht – man könnte Sie für einen Bankräuber oder ähnliches halten)
  3. Was noch viel einfacher ist: Garnicht erst raus gehen und alle Einkäufe etc. online erledigen.

ODER

  1. Sie ziehen sich wieder so warm an, reiten auf Diego im Windschatten von Manni durch die Eiszeit und den kommenden Schneesturm und Sid steht dekorativ daneben, bringt Sie zum Lachen und wärmt Sie somit innerlich.

 

Ist die Phantasie nicht schön?

 

Wenn Sie allerdings doch trotz der widrigen Wetterbedingungen in den heut Nachmittag aufziehenden Schneeschauer bei -128° C nach draußen trauen passen Sie auf, wo Sie hin treten. Scrat, das kleine süße Säbelzahneichhörnchen könnte Ihnen auf der Suche nach seiner Eichel über den Weg laufen.

 

Schönes Schneetreiben, klirrende Grüße und ein frohes Eicheln suchen!

(© by Vanessa Dinkels)

 

 

Bild: http://1.bp.blogspot.com/_a2YMbB0Qtlc/Sladlhl2IyI/AAAAAAAAAV4/lys3OkVYF28/s400/scrat3.jpg

Weihnachten – einfach Weihnachten

Wenn es immer früher dunkel wird…

Wenn es windig und kalt ist…

Die Nächte werden länger und die Tage merklich kürzer…

Überall leuchten Lichter…

Bäume, Büsche und Fenster sind geschmückt….

Ja, dann ist Weihnachten.

Ein einsamer Mann steht auf seinem Grundstück, dick eingepackt in Mütze, Stiefel und dicker Jacke. Trotz dieser Maßnahmen leuchtet seine Nase hellrot im kalten Dezemberwind und die Finger zittern – nicht vor Aufregung (naja vielleicht strömt ein bisschen Adrenalin durch seinen Körper), sondern weil der wegen dem Wind seine blauen Finger kaum noch spürt. Was tut dieser Mann draußen in der Kälte fragt Ihr Euch?

Er entwirrt eine Lichterkette. Seit 30 Minuten steht er dort und sieht seine Frau aus dem wohligen Haus durchs Fenster winken.

„Wieso ich jedes Jahr? Immer wieder das gleiche. Ich friere mir hier draußen die Finger ab und die Olle steht hinterm Fenster und winkt.“ (er winkt zurück, presst die Zähne aufeinander, erzwingt sich ein schiefes Lächeln und denkt sich:“ Ja, ja, grins du nur. Das kriegst du alles wieder.“ In dem Moment schaut er auf die 150 m lange, total verknotete Lichterkette, die er durch seine gedankenverlorene Entwirrung nur noch schlimmer verknotet hat. „Verdammt nochmal. Jetzt reicht’s! Schluss damit, das Licht bleibt dieses Jahr aus. Ich hab die Faxen dicke!!!!“, schreit er und wirft die Lichterkette auf den Boden, stampft wütend ins Haus und schmeißt seine Schuhe in den Schuhschrank. Nachdem er die Tür zugeknallt hat und im Begriff ist, seine Jacke mit der gleichen Wut auf den Kleiderständer zu bugsieren, steht seine Frau neben ihm: „Schatz, was ist denn los? Das ist doch NUR eine Lichterkette. Da ist doch nichts bei!“

Das war zu viel.

Die halb ausgezogene Jacke ist in Blitzgeschwindigkeit wieder angezogen, die Schranktür fliegt auf und die Schuhe werden wieder hervorgekramt. Zack Nr. 1, Zack Nr. 2. Der Mann stampft wütend zur Tür.

„Weißt du was …. du kannst mich mal gerne haben! Mach deinen Mist doch alleine!“, und knallt die Tür zu. Die Frau steht total verdattert im Flur. „Ach, was der wohl wieder hat. Der kriegt sich bestimmt wieder ein. Es ist ja auch schließlich schon der 22. Vorweihnachtlicher Stress gehört ja dazu. Bestimmt hat er mein Geschenk noch nicht.“ Sie kichert und geht grinsend ihren Vorbereitungen nach.

Als sie die komplette Wohnung zum Glänzen gebracht hat fällt sie erschöpft auf die Couch, schaltet den Fernseher ein und schläft sogleich ein. Es ist 20:30 Uhr.

Sie hat einen tiefen Schlaf…

träumt von einem besinnlichen, weißen Weihnachtsfest….

Neben ihr könnte eine Bombe hochgehen, so tief schläft sie.

Doch was sie nicht ahnt: Es wird tatsächlich gleich eine Bombe hochgehen.

Um halb eins kommt ihr Mann voll wie eine Haubitze nach Hause. Er braucht geschlagene fünf Minuten, um den Schlüssel unter lauten Flüchen und vielen Kratzern an der Tür endlich ins Schloss zu bekommen. Die Tür fliegt auf und er steht da: „So, mein liebstes Weiblein. Jetzt kriegst du dein Weihnachten!!!“

Sein verschwommener Blick fällt zuerst auf die Deko, die seine Frau liebevoll am Treppengeländer des Flurs in den ersten Stock befestigt hat. „Hm…. das sieht doch bestimmt toll aus, wenn das Tannenzeugs aus Feuer wäre… „- gesagt getan. Das Treppengeländer brennt lichterloh, die Flammen fressen sich in den ersten Stock.

Aber das war noch nicht alles. „Mein Gott, da steht ein Weihnachtsbaum im Esszimmer. Ich glaub ich steh im Wald. Den muss ich erst mal abholzen. Er nimmt im Vorbeigehen einen Regenschirm und schubst damit den Weihnachtsbaum um. Klirr, schepper – Überall Scherben, Tannen und der Mann steht stolz wie Oskar mitten in dem Chaos. „So“, denkt er sich „was ist denn hier noch so komisches in meinem Haus?“ Er wandert durch das chaotische Esszimmer. „Ups!“ kichert er. „Ausfallschritt. Gott sei Dank stand der nette Herr da und hat mich aufgefangen!“. Er redet von einem Stuhl, der bei seinem ‚Ausfallschritt‘ zwei weitere Stühle umgerissen hat. „Danke, mein Herr!“, bedankt er sich mit einem Knicks bei dem umgekippten Schlamassel im Esszimmer.

„Mein Gott, wieso ist das hier so warm? Ich denk es is Winter. Hat die Alte mal wieder die Heizung aufgedreht…. War klar…. tz tz tz!“ Er schmeißt die Jacke von sich und geht aus dem verwüsteten Esszimmer in die Küche, um einen Schluck zu trinken. Kühlschrank auf, der verschwommene Blick zu einer Flasche Bier. „Njam njam“, denkt er sich. Blöd nur, wenn man doppelt sieht. Er greift zur Flasche Tabasco, die seine Frau gestern gekauft hat. Da erblickt er den Truthahn, der im Kühlschrank auf seinen letzten, warmen Urlaub wartet. Fenster auf, Truthahn in die Hand „Flieg mein Täubchen, flieg in den Süden!“ Ein dumpfes Bumm! lässt erahnen, dass das ‚Täubchen‘ auf dem gefrorenen Rasen gelandet ist. Zufrieden mit sich öffnet er die Flasche Bier ( 🙂 ) und nimmt einen herzhaften Schluck – als Belohnung sozusagen.

Plötzlich brennt es wie Feuer, welches im Flur tatsächlich noch brennt, der Mann erschrickt, wirft die Flasche von sich. „Badezimmer… Badezimmer“, keucht er und reißt die Tür vom Wandschrank auf. Die Geschenke für die Freunde, die an Heiligabend zu Besuch kommen, stehen verpackt und glänzend da. Der Mann: „Was is das denn? Was hat das denn im Klo zu suchen??? Wech damit!“ und schmeißt die gebrechlichen Geschenke kreuz und quer durch die Küche. Klirr…….

Im ‚Badezimmer‘ findet er jedoch nicht den erwarteten Wasserhahn. Das Brennen wird immer schlimmer. Was tun? „Hilfe … CLAUDIA! …. Wo bist du???“ Er rennt schreiend durchs Haus, sieht die Flammen und erschrickt noch mehr. Überall hat er Fußabdrücke, das Chaos was er angerichtet hat. Ab ins Wohnzimmer.

Seine Frau liegt da und schläft in aller Seelenruhe.

Gläser stehen auf dem Tisch, bereit, morgen zu decken, damit alle Vorbereitungen für Heiligabend getroffen sind. Er will seine Frau wecken, kann aber vor lauter Brennen im Mund kaum noch sprechen. „Gut, vielleicht wird sie ja von den Gläsern wach!“, denkt er und wirft diese mit zunehmender Freude an die Wand.

Die Frau schläft….

„Gibt’s doch nicht! Ok, dann male ich sie halt an, dann hat sie morgen was, worüber sie sich freuen kann.“ Kicher Kicher …. kramt er nach dem Filzstift in der Wohnzimmerschublade. Da er ihn nicht auf Anhieb findet, wird die Schublade halt ausgekippt. Er findet den Stift, schnappt sich ein Blatt Papier, um den Stift auszuprobieren. Er schneidet sich….

„Aua! Mist!!!“, ruft er, da er sich mit einer kaputten Birne der Lichterkette in den Finger geschnitten hat. „Naja, Augen zu und durch. Es ist Weihnachten. Einfach Weihnachten….!“, denkt er und lächelt seiner Frau, die im Haus steht zu, während er in der Kälte die Lichterkette entwirrt.

 In diesem Sinne: eine besinnliche und frohe (Vor-)Weihnachtszeit!

Wünscht Ihr Team der UNTERNEHMENSBERATUNG RALF MÜLLER

Luxus – modern oder stilvoll elegant?

Stilvolle Eleganz oder prunkvolles Ambiente?

Was ist für Euch Luxus?

Gold … Silber … Bronze … Statuen … Nippes … überladene Atmosphäre … schwere Ölgemälde und historische Erhabenheit?

Was ist Euch wichtig bei der Auswahl eines Urlaubshotels?

Zum einen gibt es die Häuser, deren Hotelhallen das römische Kolosseum sowohl im Radius als auch in der Höhe (imposante Decke so ein Kolosseum 🙂 ) einschließen könnte und deren Böden und Simse klinisch reiner sind als ein steriles Instrument. Alles glänzt und blinkt, als scheint die Sonne auf ein Silbertablett. Überall flitzen Aktentaschen- und Anzugträger durch die riesigen Hallen, das Handy am Ohr und den Blick auf die Uhr. Das Personal „nimmt sich einem an“ mit einer Mischung aus Erhabenheit und Selbstsicherheit ….. und der kleine Urlaubsgast steht mittendrin mit seinen dreckigen, matschigen Schuhen….

Die Alternative sind kleine, gemütliche Hotels, deren Eingangshalle entweder an Omas Wohnzimmer oder an eine alte Burg erinnern. Das Servicepersonal ist gemütlich, hat immer ein Lächeln im Gesicht und freut sich, dass so viele nette, kleine Gäste da sind und sich an die Beine der „netten Tante“-Oberkellnerin krallen, die mit Mühe und Not noch die voll beladenen Teller zum Tisch manövriert… Sie hingegen als kleiner Urlaubsgast möchten doch nur eine ruhige Zeit fernab von allem Rubel, Trubel, Beruf und Familie in trauter Zweisamkeit verbringen…

Was tun?

Schaffen Sie sich eine Bewertungsmatrix an, in der Sie zuerst die Punkte aufführen, die für Sie wichtig sind.

Ruhe und Frieden, sodass Sie sich fühlen als wären Sie am Ende der Welt oder Events und Veranstaltungen direkt am bzw. in der Nähe des Hotels, sodass Sie nachts denken, dass Sie auf einem automatisch vibrierenden Bett schlafen (genug Bass in der Stimme oder der Musik machts möglich!).

Wollen Sie sich außerhalb des Hotels Essen zu Gemüte führen, wo Sie eventuell nicht wissen ob es sich um Hühnchen oder ob es sich um eine Krankheit in einer anderen Sprache handelt? Oder sind Sie eher der Typ für die großen Buffet- und á la carte Restaurants, in der Hans und Franz Ihnen auf den Teller guckt und Sie sich vielleicht um die letzte Krabbe am Buffet streiten müssen?

Meerblick, Strandnähe oder ein schöner Pool mit viel Liegefläche? Eigentlich egal….Sand und Fliesen werden beide heiß in der Sonne, im Meer ist Salz und im Pool ist Chlor und in beidem wissen Sie nicht, was für ein Schmetterlingsbuntbarsch oder Bitterling vor Ihnen dort herumgedümpelt ist.

Sollte Ihr Urlaubshotel so modern sein, dass Sie sich in allen Flächen spiegeln können und Angst haben, sich an einer scharfen Kante nahtlos den Finger oder ein anderes Körperteil abzuschneiden… oder sollte ich sagen abzutrennen? Und wo Sie sich nicht trauen, etwas anzufassen … aus Angst, Sie könnten es kaputt machen (Versicherung … puh) oder schlimmer noch: DRECKIG!

Oder

Sind Sie eher der Typ, der sich in einer etwas, nun ja ich sage jetzt mal gediegeneren Häusern wohl fühlt, wo Sie eher einem Holzwurm als einem jungen Menschen zu begegnen (vielleicht noch so jung, dass noch kein Einspruch eingelegt werden kann gegen das Urlaubshotel, dass die Eltern ausgewählt haben). Sie haben knarrende Holztreppen, die schon Prinzessin Ganada von Ascheberg nach einem ordentlichen Faß Met heruntergekugelt ist (daher keine scharfen Kanten mehr – super!!!) und von der Sie sich nicht einfach herunterschleichen können. Sie haben schweren Damast und Leinen in Ihren Gemählern und einen Thron, von dem die Ritter im Mittelalter einen großen Bogen gemacht hätten…

Wie auch immer Sie sich entscheiden… Eine schöne weihnachtliche Urlaubszeit – egal ob mit dreckigen,matschigen Schuhen oder mit einem Pflaster am Finger über dem Schnitt durch die scharfen Gegenstände …

verbringen Sie eine schöne, vorweihnachtliche Zeit in Ihrem Urlaubshotel der Wahl, mit dem Luxus, den Sie sich wünschen!

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