Frühlingserwachen…

Natürlich kommt das Erwachen nicht in den touristischen Winterlandschaften an.
Die dürfen sich demnächst erst einmal gründlich ausruhen…

Aber bei uns…da kann man schon davon sprechen, wenn sich so vollends eingeschlafene Gefühlswelten regen, die nach Unternehmungen lechzen. Die endlich einmal der eigenen Bude den Rücken zu kehren wollen.

Erst wird zögerlich im Garten, in den eigenen Ecken, im Dorf ausbaldowert…

Sonnenstrahlen tanken… Hauptsache: draußen, draußen, draußen…
Die Ersten schreien schon nach Holzkohle zum Angrillen…der Gastronom mit Außenplätzen freut sich gewaltig…

Wenn man dann die ersten vorsichtigen Aktivitäten im Garten aufgenommen hat, klar Schiff gemacht hat sozusagen, dann möchten viele von uns wieder andere Winkel der Stadt, der Region und des Landes erkunden.

Die große Reiselust beginnt.

Das Versprechen allerorts, einen sensationellen Mehrwert für sein Geld zu erhalten.

Na, und in vielen Fällen wurde fleißig investiert. In die Hardware selbstverständlich…

Schade nur, wenn Entscheidungen in der Sturm und Drang ‚Jahreszeit‘ nun so einen bitteren Nachgeschmack erzeugen.
Nämlich in jenem Augenblick, in welchen man sich in offene Gastgeberarme springen sah, nachdem man über ein Blumenteppich die Rezeption erreichte, wo schon das kühle Lieblingsgetränk wartete, das selbstverständlich von einer bildhübschen Dame überreicht wurde, die einen namentlich ‚Willkommen heißt‘, um einen unvergesslich schönen Aufenthalt zu wünschen…

…Aufwachen…

Eine Schlage an der Rezeption…angespannte Gesichter…Telefongebimmel, Floskeln soweit das Trommelfell aufzunehmen vermag…
und das Schlimmste…die Mitarbeiter geben, was sie können.
Ach ja, den Blumenteppich haben sie auch vergessen. Sei es drum…aber den Namen, na okay. Waren halt zu viele Gäste…
Umarmung brauchte man jetzt auch nicht. Der Herr sah schon ziemlich gar aus…aber so ein bisschen herzliches Aufnehmen… ein bisschen Wärme von draußen hier rein…in die Gastgeberseele.

Zu dumm, dass sich das Bild des ‚bemühten‘ Personals an vielen Stellen der Gastronomie und Hotellerie wiederfindet. Und da hören wir schon, die Rufe nach Verantwortlichen.

‚Weshalb hat mir wer aus welchem Grund meine wertvolle Freizeit nicht mit dem versprochenen Mehrwert beschert?‘

Vielleicht hat ja das begehrte Personal gefehlt…das mit der Seele und mit der Qualifikation…woher nehmen, wenn nicht stehlen…upps…

Nein…wir nicht, noch nicht…

Wir ‚handeln nicht mit heißer Ware‘. Wir begleiten unsere Gastgeber über Jahre, damit die erwachte Reiselust nicht durch einen gefühlten Eimer kalten Wassers an der Rezeption zu einem jähen Ende führt.

© Daniela Salzberg

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